Von reifen und unreifen Persönlichkeiten

Es ist wichtig, nicht bei negativen Erfahrungen und Defiziten stehen zu bleiben oder sich mit einem „So bin ich halt“ aus der Verantwortung zu ziehen. In uns liegt ein Schatz, den es zu entdecken und entwickeln gilt. Dies ist auch für mich selbst wichtig, wenn ich ein erfülltes Leben mit allen meinen Möglichkeiten führen möchte. Und um auch nicht in dem Druck zu leben, der aus dem ständigen Vergleich mit anderen entstehen kann. Es ist notwendig, die Fesseln von destruktiven Aussagen über mich zu lösen und ihnen entgegenzuwirken.

Eine reife Persönlichkeit hat vieles gelernt und Erlebtes integriert. Ich übernehme Verantwortung für meine bisherige Lebensgeschichte und die damit verbundenen Gefühle, Konsequenzen und Prägungen. Ein junger Mann, der mit einer sehr destruktiven Lebensweise seiner Eltern aufwuchs, entschloss sich als 17-Jähriger, so nicht leben zu wollen. Er suchte ganz bewusst die Nähe zu positiven Vorbildern und arbeitete in der Seelsorge seine Geschichte auf. Um die Fehler seiner Eltern nicht zu wiederholen, besuchte er mit seiner Partnerin bewusst ein Ehevorbereitungsseminar.

Das Beispiel des jungen Mannes zeigt auch, dass es wichtig für meine Umgebung, Partnerschaft und Familie ist, dass ich mich mit den Aspekten meiner Persönlichkeitsmerkmale, Erfahrungen, Prägungen, Schwächen und Grenzen auseinandersetze.

Eine reife Persönlichkeit nimmt ihren Platz im Leben ein, in Ehe, Familie, Beruf und Gemeinde, dort wo sie hingestellt ist. Sie entwickelt ihre angeborenen und erlernten Fähigkeiten weiter, die sie von Gott mitbekommen hat. Förderlich für eine weitere positive Entwicklung dieser Fähigkeiten ist die Reflexion der bisherigen Entwicklung, insbesondere dann, wenn viel Grund zur Dankbarkeit vorliegt

Entwickeln und definieren Sie Ihre ganz persönlichen Lebensziele und Visionen. Nehmen Sie dazu auch ganz bewusst Ihre Persönlichkeitsentwicklung ins Visier und stellen Sie Fragen wie: Was will ich wirklich erreichen? Wo will ich in wenigen Jahren sein? Diese Ziele sind für jeden anders. Der eine ist darin sehr mutig und visionär. „Vision heißt 1000 kleine Brötchen backen“, schreibt Ulrich Eggers in einem Vorwort der Zeitschrift Aufatmen1 . Zu einer Vision gehören auch Ausdauer, Demut und die Anerkennung von Lebensrealitäten. Andere müssen erst dazu ermuntert werden, dass sie sich Ziele setzen dürfen.

Lernen auch Sie, ob als Ehepartner oder Mentor für Ehe und Familie, ein gesundes Maß an Verantwortung und Abgrenzung. Dies kann ich nur, wenn ich folgende und andere Fragen geklärt habe, z.B.: Wer bin ich in meinem Verhältnis zu anderen Menschen? Dieser Aspekt wurde im vorliegenden Kapitel nur kurz beleuchtet, jedoch wird er in „Grundlagen II“ als „soziale Kompetenz“ und dem „Dilemma des Helfers“ ausführlicher behandelt. Es geht im Wesentlichen darum, dass ich eine Balance finde zwischen meinen Bedürfnissen und den Bedürfnissen des anderen. Dass ich eine gesunde Selbstannahme habe, meine Stärken und Schwächen kenne. Dies gestehe ich auch anderen zu. Wie beantworten Sie folgende Fragen?

  • Kann ich für mich selbst sorgen und zu meiner Persönlichkeit stehen?
  • Kann ich andere akzeptieren und mich entschuldigen?
  • Wie haben Sie Situationen erlebt, in denen es unterschiedliche Zielvorstellungen gab?
  • Hatten Sie sich bisher schon über persönliche Ziele Gedanken gemacht?

Wenn Sie diese und weitere Fragen interessieren, dann lesen Sie weiter in unserem Themenmodul 2 „Meine Persönlichkeit entdecken“. Das Themenmodul ist in der Reihe der Kompetenz-Lernstoffe für das Mentoring für Ehe und Familie erschienen.

Mehr über Mentoring für Ehe und Familie finden Sie auf der Homepage der Initiative: http://www.ehe-und-familien-mentoring.de/

Informationen

Autor/in: RedaktionKategorien: Beziehung, Ehe, Erziehung, FamilieKommentare: 0

Veröffentlicht am

25. Juni 2019

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