Grundaussagen der Bibel über Ehe und Familie

Gott hat die Menschheit in zwei Geschlechtern geschaffen, Mann und Frau dauerhaft aufeinander verwiesen und ihrer Verbindung die Weitergabe des Lebens anvertraut. Er selbst hat seine Schöpfung als sehr gut bezeichnet. Die Bibel berichtet von Gottes guten Schöpfungsgedanken, aber auch von der Abkehr des Menschen von ihm und der dadurch verursachten Zerstörung durch den Menschen. Schließlich erzählt sie von Gottes Erlösungsplan, der auch unsere Beziehungen einschließt.

Die wichtigsten Grundaussagen zum Thema Ehe finden wir in 1. Mose 1, 26-28; 1. Mose 2, 18-25; Matthäus 19, 3-12 und Epheser 5, 21-33.

Lesen Sie bitte obige Bibelstellen vorab, siehe Anhang, bevor Sie am nächsten Punkt weiterarbeiten.

1. Gottes Modell für die Ehe

In den beiden Schöpfungsberichten (1. Mose 1 und 2) ist uns das Grundmuster übermittelt, wie sich Gott das Zusammenleben von Mann und Frau vorgestellt hat.

Um es mit einigen Schlagworten zu umreißen: Mann und Frau sind verschiedenartig und gleichwertig; dauerhaft einander zugeordnet und auf Ergänzung angelegt; vom Schöpfer bestätigt und mit einem gemeinsamen Auftrag betraut: Die Erde zu bevölkern, zu regieren und über die Tiere zu herrschen. Dies alles soll zur Ehre Gottes geschehen.

Wer die ersten drei Kapitel der Bibel und die Aussagen Jesu in Matthäus 19,3-12, siehe Anhang, aufmerksam liest, dem wird bewusst werden, dass zum einen Gott die Ehe als Geschenk für den Menschen gegeben hat, zum anderen die Ehe bzw. die Partner in ihrer Einheit Gottes Wesen wiederspiegeln sollen.

In 1. Mose 1,26-28b lesen wir:

„Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich… Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er sie. Und Gott segnete sie…“.

Aus folgender Aufzählung können wir viel vom Wesen der Ehe erfahren:

  • Mann und Frau reflektieren gemeinsam das Wesen Gottes. Beziehung gehört zu Gottes Wesen, und auch der Mensch ist ein Beziehungswesen.
  • Gott hat die Ehe als einen exklusiven lebenslangen Bund zwischen drei Parteien gestiftet und gesegnet – zwischen einem Mann, einer Frau und dem Schöpfer. Gott selbst, dem Initiator dieses Bundes, kommt der erste Platz zu. Der Ehe-Bund wird also nicht nur vor Gott, sondern auch mit ihm geschlossen.
  • Nach den Grundbedürfnissen, die das Überleben sichern, ist das größte Bedürfnis des Menschen, geliebt zu werden und selbst zu lieben. Liebesfähigkeit ist Gottes Ziel für uns Menschen. Jesu Aussage in Matthäus 22,35-40 (Gott lieben und den Nächsten wie sich selbst lieben) setzt eindeutige Prioritäten: Nach unserer persönlichen Beziehung zu Gott wird der gelebten Liebe in der Ehe die höchste Bedeutung beigemessen. Dazu gehört die Liebe zu mir selbst (mich selbst lieben) und die Liebe zu meinem Partner.
  • Die Ehe ist auf Ergänzung der Geschlechter angelegt. Deshalb bilden bei der Partnerwahl die Andersartigkeit und der Wunsch nach Ergänzung den Punkt der Anziehung – wenn auch meist unbewusst. Diese Verschiedenartigkeit zur Ergänzung zu nutzen, wird dann aber für das Paar oft zur Herausforderung.
  • Für eine verheiratete Person ist der Ehepartner die erste Bezugsperson („… ein Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen“ 1. Mose 2,24) nach der Beziehung zu Gott. Nicht die Eltern, nicht die Kinder, nicht die Gemeinde.
  • Durch den Ehebund, der mit der ersten sexuellen Vereinigung besiegelt wird, werden sie zu einer Einheit („ein Fleisch“). Die Verpflichtung der Partner diese Einheit zu erhalten, besteht nach Jesu Aussage in Markus 10,9 („was Gott zusammengefügt hat, soll ein Mensch nicht scheiden“) zunächst darin, dem Handeln Gottes nicht entgegenzuwirken. Sie können ihre Einheit aktiv fördern, indem sie Gott als Bündnispartner einbeziehen und in Treue und bedingungsloser Liebe zueinander stehen.

2. Die Familie als Teil der Schöpfungsordnung

Die Familie – mit dem Fundament der lebenslangen verbindlichen Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau – hat einen Auftrag zu erfüllen:

  • „Die Ehe ist der Beziehungsraum, in dem das Neugeborene zum Mensch wird.
  • Modellernen ist das wichtigste Mittel zum Erwerb aller Eigenschaften und Fähigkeiten.
  • Annahme und Liebe schaffen den Schutzraum, in dem das Kind seine persönliche und geschlechtliche Identität finden und in seine Gottebenbildlichkeit hineinwachsen kann.
  • In der Familie soll der Glaube als Gottesbeziehung gelehrt, gelernt und eingeübt werden.
  • In diesem Beziehungsraum entfaltet sich die soziale Kompetenz des Kindes: Liebesfähigkeit, Abgrenzung, Eigenverantwortung, Konfliktfähigkeit.
  • Hier sollte es Verarbeitungsmöglichkeiten für schwierige Erfahrungen und Strategien zur Lebensbewältigung entwickeln können.
  • In der Familie werden prägende Grundhaltungen und Wertmaßstäbe vermittelt.
  • Die Erziehung zum Gehorsam und zu Freiheit und Eigenverantwortlichkeit bereitet auf das Leben in der gesellschaftlichen Ordnung vor.
  • „Die Familie ist das Sprungbrett ins Leben als Erwachsener. „
    (LiSa Eheatelier „Ehe als Teil der Schöpfungsordnung: Ihr Auftrag“)

Mehr über Mentoring für Ehe und Familie finden Sie auf der Homepage der Initiative: http://www.ehe-und-familien-mentoring.de/

Informationen

Autor/in: EFA-StiftungKategorien: Ehe, Erziehung, FamilieKommentare: 0

Veröffentlicht am

18. Juli 2019

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