„Sie sprechen mir aus dem Herzen!" 

Das sagte eine Sozialpädagogin, die in der Familienhilfe tätig ist. Wir hatten auf einem regionalen Netzwerktreffen das Anliegen von präventiven Angeboten für werdende Elternpaare vorgestellt und einen Fachaustausch an einem Thementisch geleitet. 
Das Thema „Werdende Eltern“ hatten ehrenamtlich tätige Akteure aus dem Umfeld von JMEM Hainichen seit einigen Jahren mit verschiedenen Kursangeboten für junge Paare betont. Ein wesentliches Problem, das dabei zu Tage trat: Die Zielgruppe ist durch die laufende Familienarbeit, Kita’s, Beratungsstellen etc. nicht direkt zu erreichen, da sie dort noch nicht eingebunden sind, wenn sie ihr erstes Kind erwarten. Außerdem ist für die meisten Paare eine gemeinsame Vorbereitung auf Themen wie gemeinsamer Umgang mit Finanzen als werdende Familie, gemeinsame Erziehung, als Eltern Liebespaar bleiben etc. kein Automatismus. „Das hätte mir doch auch vorher schonmal jemand sagen können.“ hört man in Krabbelgruppen und Eltern-Kind-Kreisen häufig von Mamas mit Kindern im ersten und zweiten Lebensjahr. 
Die Förderung der EFA-Stiftung half, ein von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördertes Projekt, dass die Hainichener Akteure von Werkstatt Familie entworfen hatten, finanziell freizusetzen. Ziel war es, die Bedeutung des Anliegens, jungen Paaren einen Rahmen zu bieten, sich auf das Elternsein vorzubereiten und mit anderen Paaren in gleicher Situation auszutauschen, in Hainichen zu verbessern und in der Region Landkreis Mittelsachsen zu skalieren. Neben dem Auf- und Ausbau von digitalen Plattformen (werkstatt-familie.de, Instagram, Facebook, z.B. auch mit geschalteten Anzeigen mit einem Videoclip) und der Schulung von haupt- und ehrenamtlichen Akteuren für diese Bereiche wurden Angebote für werdende Eltern weiterentwickelt und durchgeführt, drei regionale Fokustreffen mit Multiplikatoren veranstaltet und das Thema auf drei regionalen Netzwerkveranstaltungen vorgestellt. Zur Vorstellung des Anliegens entstand ein Videoclip. 
Mehrere Akteure im Landkreis wurden durch die Fokustreffen und das Beispiel vom Baby-Führerschein und dem neu entworfenen Online-Angebot Fit für’s Baby inspiriert, eigene Angebote für die Zielgruppe zu machen. Besonders im kirchlichen Raum resonierte das wichtige Anliegen. 
Detaillierte Erfahrungs- und Ergebnisberichte aus dem Projekt können vom Träger gern anderen Akteuren, wie Gemeinden, Werken, Initiativen zur Verfügung gestellt werden. Family Life hat bereits Kontakt gesucht, um das Angebot Babyführerschein auf die eigene Zielgruppe im deutschsprachigen Raum anzupassen. 

Kontakt

willkommen@werkstatt-familie.de, Damaris Theile oder Joachim Fänder